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Polizei warnt Unternehmen vor neuer Betrugsmasche: Täter geben sich als Firmen-Chef aus – Vorsicht vor CEO Fraud

Profile Photo By: Carsten Hennig
December 18, 2017

Polizei warnt Unternehmen vor neuer Betrugsmasche: Täter geben sich als Firmen-Chef aus – Vorsicht vor CEO Fraud

Berlin, 18. Dezember 2017 –
Mit einer perfiden Masche versuchen unbekannte Betrüger hohe Geldsummen von Unternehmen zu ergaunern. Die Täter schlüpfen in die Rolle des Geschäftsführers und veranlassen Überweisungen in fünfstelliger Höhe. Daher hat das Bundeskriminalamt eine Informationskampagne gestartet.

Die aus den USA herüberschwappende Betrugsmasche wird im Fachjargon “CEO-Fraud” genannt. CEO ist die Abkürzung für (englisch) “Chief Executive Officer” – die amerikanische Bezeichnung für Geschäftsführer. Fraud ist das englische Wort für Betrug.

Laut BKA verschaffen sich die professionell agierenden Täter möglichst viele Informationen über das Unternehmen, an dessen Vermögen sie heran wollen. Sie finden die Fakten in Wirtschaftsberichten, im Handelsregister, auf der Firmen-Homepage oder in Werbebroschüren der Firma. Ihr Augenmerk liegt besonders auf Angaben zu Geschäftspartnern und künftige Investments. Kommunikationswege, wie beispielsweise E-Mail-Erreichbarkeiten sind von kriminellen Interesse, da die Betrüger daraus die Systematik von Erreichbarkeiten herleiten. Soziale Netzwerke, in denen Mitarbeiter ihre Funktion und Tätigkeit oder persönliche Details preisgeben, stellen ebenfalls eine wichtige Informationsquelle dar.

Die Täter, so das LKA weiter, nehmen mit dem “ausgeforschten” Mitarbeiter Kontakt auf und geben sich als Leitende Angestellte, Geschäftsführer oder Handelspartner aus. Dabei fordern sie z. B. unter Hinweis auf eine angebliche Unternehmensübernahme oder angeblich geänderter Kontoverbindungen den Transfer eines größeren Geldbetrages auf Konten im Ausland.

Die Kontaktaufnahme erfolgt in der Regel über E-Mail oder Telefon, wobei E-Mail-Adressen verfälscht und Telefonnummern verschleiert werden. Die Täter weisen auf eine angebliche, auch firmeninterne Verschwiegenheitspflicht hin, um so die Entdeckung des Betrugs möglichst zu verhindern.

Das BKA teilt mit, dass Kriminelle in den letzten Monaten bereits mehrere Millionen Euro durch “CEO-Fraud” erbeuten konnten, mit zum Teil gravierenden Folgen für betroffene Unternehmen und die getäuschten Mitarbeiter.

Hier finden Sie ein Merkblatt des BKA zum Pdf-Download: https://de.scribd.com/document/367459863/Polizei-warnt-Unternehmen-vor-neuer-Betrugsmasche-Tater-geben-sich-als-Firmen-Chef-aus-Vorsicht-vor-CEO-Fraud

Wie können sich Firmen schützen:

  • Achten Sie darauf, welche Informationen Sie öffentlich machen
  • Richten Sie klare Abwesenheitsregelungen ein
  • Führen Sie interne Kontrollmechanismen ein (Kennwörter)
  • Reagieren Sie misstrauisch bei ungewöhnlichen Zahlungsaufforderungen
  • Sensibilisieren Sie die Mitarbeiter für das Betrugsphänomen CEO Fraud
  • Achten Sie auf Ihre persönlichen Daten, die Sie in sozialen Netzwerken preisgeben, potentielle Täter könnten diese nutzen!

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